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IHK: Verkehrsachsen sind Entwicklungsachsen

Dokument-Nummer: 33593

IHK: Verkehrsachsen sind Entwicklungsachsen

25. IHK-Regionalkonferenz beschließt „Osnabrücker Erklärung“

„Die Verkehrsachse Amsterdam – Osnabrück – Berlin ist eine der bedeutendsten Verkehrs- und Entwicklungsachsen im Herzen Europas. Mit unserer ,Osnabrücker Erklärung' bitten wir unsere Parlamentarier in Straßburg, Berlin, Hannover und Düsseldorf, die Verbindung zu Gunsten der Region nachhaltig zu stärken“. Dies betonte IHK-Präsident Gerd-Christian Titgemeyer auf der 25. IHK-Regionalkonferenz, zu der jährlich Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft, Politik und Verwaltung in der IHK zusammenkommen. Im Fokus stand die West-Ost-Achse.

Die verabschiedete „Osnabrücker Erklärung“ der regionalen Wirtschaft enthält konkrete Vorschläge, wie die Standortgunst der Wirtschaftsräume durch den Ausbau der Achse an Kraft gewinnen kann. Kernpunkte sind die rasche Beseitigung des Schienenengpasses zwischen Minden und Hannover sowie die baldige Verlängerung der Start- und Landebahn des FMO. Weiter werden eine vorausschauende Planung für einen sechsstreifigen Ausbau der Autobahn 30 sowie der Lückenschluss der A 33 zur A 1 angesprochen. Schließlich soll der Lückenschluss zwischen dem niederländischen Twente-Kanal bis zum Mittellandkanal auf der Grundlage einer aktuellen Wirtschaftlichkeitsuntersuchung vorangebracht werden.

Dr. Markus Pieper, Europaabgeordneter für das Münsterland und stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Regionale Entwicklung im Europaparlament, hatte zuvor die regionale Infrastruktur in den internationalen Kontext gestellt. Er zeigte die Bedeutung der Verkehrsachsen für die Ansiedlung von Unternehmen auf. Zugleich machte er deutlich, dass für die Finanzierung von Infrastrukturvorhaben seitens der EU nur begrenzte und künftig noch knappere Mittel zur Verfügung stehen werden. Dennoch ermunterte er dazu, mit guten Verkehrsprojekten den Weg nach Brüssel zu suchen: „Nachhaltige Konzepte, die Verkehrsträger sinnvoll vernetzen, finden politische und finanzielle Unterstützung auf EU-Ebene.“

IHK-Präsident Gerd-Christian Titgemeyer wies darauf hin, dass Deutschland im Ranking der Weltbank erstmals den Titel eines „Logistikweltmeisters“ errungen hat: „Wir verdanken dies einer überdurchschnittlichen Infrastruktur und einer hohen Qualität der logistischen Dienstleistungen. Als Transitland in zentraleuropäischer Lage sind wir genau hierauf angewiesen.“ Aus diesem Grund müssten Mittel nicht nur in den Ausbau sondern verstärkt auch in die Erhaltung der Infrastruktur fließen.

v. l.: IHK-Hauptgeschäftsführer Marco Graf, MdL Claus Peter Poppe (SPD), MdEP Dr. Markus Pieper (CDU), MdB Gitta Connemann (CDU), MdB Dr. Mathias Middelberg (CDU), MdL Gabriela König (FDP), IHK-Präsident Gerd-Christian Titgemeyer



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