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UMSATZSTEUERLICHE NACHWEISPFLICHTEN

IHK-Ausschuss für Erleichterungen bei den Nachweispflichten

(02.03.2012) Die jüngsten Änderungen der umsatzsteuerlichen Nachweispflichten stellen Export-Unternehmen vor große praktische Herausforderungen.“ Dies betonte Matthias Hopster, Vorsitzender des Finanz- und Steuerausschusses der IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim im Anschluss an die Sitzung des Gremiums.

Bis zum 31. Dezember 2011 konnte der Nachweis, dass es sich um eine innergemeinschaftliche und damit umsatzsteuerfreie Lieferung handelt, über eine Bescheinigung des beauftragten Spediteurs geführt werden. Zum 1. Januar 2012 hat sich dies geändert. Mit der aktualisierten Umsatzsteuer-Durchführungsverordnung wurden alle bislang geltenden Nachweismöglichkeiten abgeschafft und durch einen einzigen, zwingend zu verwendenden Beleg ersetzt. Mit dieser so genannten „Gelangensbestätigung“ muss der Empfänger der Ware tagesgenau bestätigen, dass die Lieferung tatsächlich in ein EU-Land gelangt ist.

 „Was einfach klingt, führt in der Praxis zu enormen Schwierigkeiten für die Unternehmen. So ist die Gelangensbestätigung als solche im Ausland unbekannt“, ergänzte Hopster. Unternehmen sähen deshalb die Gefahr, dass der Abnehmer die Bestätigung nicht unterschreibt. Zumal noch unklar ist, wer unterschreiben muss: Lagerarbeiter oder Geschäftsführer. Außerdem droht dem exportierenden Unternehmen eine Mehrwertsteuer-Nachzahlung, wenn sich der Beleg später als fehlerhaft erweist.

„Wir brauchen eine Lösung, die für die Unternehmen tatsächlich umsetzbar ist. Wünschenswert ist aus Sicht der Wirtschaft eine erneute Änderung der Umsatzsteuer-Durchführungsverordnung:  Ziel sollte sein, dass neben der Gelangensbestätigung auch Alternativbelege zugelassen werden“, resümierte Hopster.

Inzwischen hat das Bundesministerium für Finanzen die Probleme der Unternehmen mit der Gelangensbestätigung erkannt und eine Regelung getroffen, die den Unternehmen die Weitergeltung der alten Belegnachweise bis zum 30. Juni 2012 ermöglicht. Die IHK-Organisation wird sich weiterhin für eine unternehmerfreundliche Lösung stark machen.

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DOKUMENT-NR. 120963

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