UPM mit guter Standortentscheidung

„UPM hat vor 50 Jahren mit der Entscheidung für den Produktionsstandort hier im Emsland eine gute Wahl getroffen.“ Dies sagte Martin Schlichter, Präsident der IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim, anlässlich eines Besuchs bei der Nordland Papier GmbH in Dörpen. Er und IHK-Hauptgeschäftsführer Marco Graf waren gekommen, um sich persönlich über die aktuelle Entwicklung der mit einer Produktionskapazität von 1,4 Millionen Tonnen Feinpapier pro Jahr größten Papierfabrik Europas zu informieren. Am Standort Dörpen werden insgesamt 1.700 Mitarbeiter beschäftigt.
Werksleiter Klaus Reimann, General Manager der Nordland Papier GmbH, bestätigte den beiden IHK-Spitzenvertretern die hohe Bedeutung der Ems als Verkehrsweg: „Mit 87 Prozent erreicht uns ein Großteil unserer Rohstoffe per Binnenschiff. Und beim Warenausgang sind es immerhin ebenfalls rund ein Viertel, die über den Wasserweg transportiert werden. Bei der Nutzung der Bahn ist zudem das benachbarte Güterverkehrszentrum Emsland für uns von hoher Bedeutung.“ Verarbeitet werden ausschließlich ökologisch zertifizierte Faserstoffe (FSC+PEFC-Siegel) bzw. Faserstoffe aus kontrolliertem Anbau – überwiegend Eukalyptus aus Südamerika (Kurzfaser) sowie Kiefer (Langfaser) aus Finnland. Als Endprodukt verlassen das Werk vorwiegend ungestrichene und gestrichene Schreib- und Druckpapiere für verschiedene Endanwendungen wie z. B. Bücher, Broschüren und Kataloge.
Das Unternehmen konnte wichtige Umweltkennzahlen, wie den Frischwasser- und Stromverbrauch, in den vergangenen Jahren stetig optimieren. „Bezogen auf eine Tonne Papier benötigen wir heute im Vergleich zu 2003 ein Fünftel weniger Strom“, so Reimann. Diese Bemühungen um Nachhaltigkeit zahlten sich auch ökonomisch aus. „Die geringeren Kosten wirken sich positiv auf unsere Ergebnisse aus und tragen damit zur Sicherung des Standortes bei“, erklärte er. Der Sicherung und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit dient auch die ständige Entwicklung neuer Verfahren und Produkte. So konnten im UPM Konzern seit dem Jahr 2008 die Patentanmeldungen um 280 Prozent gesteigert werden.
Beeindruckt zeigten sich Schlichter und Graf auch von den vielfältigen Gesundheitsangeboten des Unternehmens. „Wir sind sehr stolz auf die gute Arbeit unserer Mitarbeiter“, erklärte dazu Reimann. Verantwortung für die Gesundheit der Mitarbeiter werde bei UPM sehr wichtig genommen. Dafür stehen sowohl die ständig sinkenden Unfallzahlen als auch das präventive Gesundheitsmanagement. So sind seit vielen Jahren verschiedene Arbeitskreise zum Thema Gesundheit im Unternehmen aktiv. Auch werden Kurse, z. B. zur Rückengesundheit, angeboten und die Betriebssportgemeinschaft unterstützt. Seit 2014 gibt es einen Gesundheitsraum, in dem die Mitarbeiter den persönlichen Gesundheits- und Fitnesszustand prüfen und nachverfolgen können. Neu eingerichtet wurde zudem die Stelle einer Leiterin des Betrieblichen Gesundheitsmanagements.
Schlichter und Graf lobten auch das Engagement des Unternehmens in der Ausbildung: Mit 47 Auszubildenden in acht verschiedenen IHK-Ausbildungsberufen sind die Unternehmen des UPM Konzerns am Standort Dörpen einer der größten Ausbildungsanbieter im nördlichen Emsland. Zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses kooperieren sie u. a. mit den Oberschulen in Dörpen und Sögel und beteiligen sich regelmäßig an Ausbildungsmessen. Ziel ist es dabei ausdrücklich auch, Schülerinnen für gewerblich-technische Berufe zu interessieren. Im Rahmen einer „Nacht der Ausbildung“ konnten zudem Schüler und deren Eltern im Februar das Werk besichtigen.
Die Nordland Papier GmbH feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen.